Monatsnotizen | März

Monatsnotizen | März

Es tut mir leid, liebe Leute. Im Februar habe ich die Monatsnotizen einfach schleifen lassen – und warum, weiß ich selbst nicht so genau. Der Februar ist einfach so ein furchtbar kurzer Monat, und irgendwie hat mich sein Ende überrascht, und schon war da der März mit seinen kleinen bunten Blütenköpfen, die mir den Kopf verdreht haben.

Aber das ist ja nicht weiter schlimm, dann reflektieren wir jetzt einfach den März zusammen! Und sollte mir eine wichtige Februar-Anekdote einfallen, trage ich sie euch hier einfach nach :-)

Also: Wie war er denn so, der März?


Irgendwie durfte ich diesen Monat wirklich vieles aufblühen sehen. Und das meine ich sowohl im wörtlichen als auch im metaphorischen Sinne.

 

🌸 Wenn man es wörtlich nimmt:

Den ganzen Winter über freue ich mich immer auf den März. Vor allem, weil ich weiß, dass in diesem Monat die Magnolie vor unserem Wohnzimmerfenster anfängt zu blühen – und weil ihr mich ja jetzt schon eine Weile kennt, wisst ihr auch, wie glücklich das mein Herz macht.

Aber mit dem März verbinde ich noch mehr als das: die ersten Nelken im nachbarschaftlichen Park, den ersten Sonnenscheinspaziergang in Sweatshirtjacke zur Eisdiele, die ersten Stunden mit offener Balkontür und Blick auf blauen Himmel. Sie alle waren mir auch diesen Monat vergönnt, und es ist einfach so ein fantastisch schönes Gefühl des Am-Leben-Seins, wenn man nach vielen grauen, eiskalten Monaten endlich mit einem Jutebeutel über der Schulter aus der Tür spazieren kann und lauter lächelnde, picknickende Menschen sieht. Ich liebe das einfach! Ich liebe alles daran.

💗 Wenn man es metaphorisch nimmt:

Ich durfte diesen März aber auch einen inneren Frühling erleben. Ich war erfrischt von einem kreativen Aufschwung in den letzten Wochen und habe in diesem Monat an ganz vielen neuen Projekten arbeiten dürfen, die nun das Jahr über reifen und das Licht der Welt erblicken werden. Dazu gehört ein wunderschönes Kartenset, das ich mit der tollen Rebekka Rochlitzer kreiert habe, und zwei Live-Programme, die ich jetzt in ihrem „Look-and-Feel“ erarbeitet habe und endlich in Kürze mit euch teilen kann.

Natürlich gab es auch Schweres. Dazu gibt es in diesem Beitrag ja eine eigene Kategorie, in der ich gleich noch meine Herausforderungen niederschreiben werde. Trotzdem muss ich sagen, dass sich jeder Schmerz in diesem Monat eher wie ein Wachstumsschmerz als wie ein Zerbruchsschmerz angefühlt hat. Ich weiß, dass diese schmerzlichen Momente nötig waren und sind, damit Altes sterben und Neues entstehen kann – und auch, damit sich mein Charakter hin zum Besseren entwickelt.

Irgendwie hatte ich ansonsten einfach Sonnenschein im Herzen. Wenn ich durch meine Fotomediathek scrolle, erinnere ich mich an einen wundervollen Skiurlaub mit Daniel (der nicht frühlingshaft war, aber uns als Paar sehr gut getan hat!), an Brunches mit Freundinnen und Gebetserhörungen. Es war ein guter Monat, für den ich dankbar bin.

 

 1. Wenn man für eine Eigenschaft betet, kriegt man Situationen, in denen man sie lernen kann (Pass auf, was du betest!)

Das ist zum Beispiel eine meiner schmerzhafteren Erfahrungen. Seit August 2025 sind Daniel und ich in Gesprächen zu einem Haus, das wir gerne zu unserem neuen Zuhause machen würden. Aber weil diese Möglichkeit nur über Umwege entstand (für die wir super dankbar sind!) und die Verkäufer bis Ende letzten Jahres überhaupt nicht damit geplant hatten, das Haus zum Verkauf zu stellen, läuft der Prozess sehr viel schleppender als üblich.

Zu Beginn des Jahres habe ich eine Predigt dazu gehört, dass man, statt für die Lösung einer Situation zu beten, vor allem auch für Eigenschaften beten sollte, die einem in dieser und zukünftigen Situationen helfen können. Das ist nämlich viel nachhaltiger und lässt einen Jesus ähnlicher werden. Also zum Beispiel nicht nur zu beten: „Gott, bitte mach, dass sich der Streit löst“, sondern auch: „Gott, bitte schenk mir die Fähigkeit zu vergeben.“ Das kann dann nicht nur der jetzigen Situation helfen, sondern das eigene Herz langfristig verändern.

Naja … Ich erinnere mich an viele Gebete in meinem Januar und Februar, dass Gott mich bitte geduldiger und vor allem weniger abhängig von meinen Emotionen machen soll. Und es kann gut sein, dass diese Haus-Ballade gerade ein ganz aktiver Teil meines gottgegebenen Wachstumsprozesses – hin zu einem geduldigeren, vertrauensvolleren Herzen – ist. Ich bereue diese Gebete nicht. Aber ich würde mir doch sehr wünschen, dass meine Geduld nicht ZU groß werden muss :D

 

2. Ich habe so einen tollen Mann geheiratet (fällt mir immer wieder auf)

Ich habe Daniel im März nochmal mit neuen Augen sehen dürfen. Bei unserer gemeinsamen Ski-Freizeit habe ich eine Seite von ihm kennengelernt, die mir bisher unbekannt war: die, wo ihm etwas (Ski fahren) nicht leicht fällt. Dass Daniel etwas sportliches nicht liegt, passiert so gut wie nie. Und es hat mich so begeistert, wie er trotz Rückschlägen frohen Mutes dran blieb, es zu lernen und immer wieder aufzustehen. Mehr dazu habe ich euch in meinem Beitrag „Es ist nie zu spät, was Neues zu lernen“ erzählt.

Ich bin dankbar, einen Mann zu haben, den so wenig aus der emotionalen Bahn wirft. Wäre ich an seiner Stelle in den Schnee gefallen, wäre meine Stimmung nach kürzester Zeit miserabel gewesen! Aber er stand einfach wieder auf und verbreitete weiter gute Laune. Dafür liebe ich ihn sehr. Und auch dafür, dass er sich diesen Monat zwei Tage Urlaub genommen hat, nur um an diesen Tagen vollzeitlich zu dienen und auf einer junge Erwachsenen Freizeit zu predigen und zu helfen. Ich liebe seine Initiative und wie selbstlos er Zeit und Kraft opfert, um seine Mitmenschen zu ermutigen. Und das neben all der Verantwortung, die er im Arbeitsalltag zu tragen hat.


 

3. Ich kann Buchhandlungen einfach nicht "nur zum Stöbern" betreten 

Das muss ich mir jetzt wirklich mal hinter die Ohren schreiben. Immer denke ich: „Ich geh nur ganz kurz gucken“, und immer stehe ich danach mit 3+ Büchern an der Kasse.
Darum, an die Sarah aus der Zukunft: "Wenn du kein Buch kaufen willst, dann geh in keinen Bücherladen! Wir haben es doch so oft versucht und sind gescheitert... Und du hast wirklich schon viele ungelesene Bücher Zuhause, Girl". 

 

 


Die Jahreslosung „Siehe, ich mach alles neu“ wird in vielen Leben um mich herum gerade zu einer schönen, manchmal aber auch schweren Realität. Schwierig war es für mich persönlich, mit Anna gemeinsam unser letztes Poetry-Konzert in Bad Marienberg über die Bühne zu bringen – und einander am Ende im Arm zu haben, wissend: Das war es jetzt. Für Anna beginnt Neues in beruflicher Hinsicht – und das bedeutet auch für mich, dass ich mir neue Partner suchen und Programme erarbeiten muss. Es ist immer ein Schritt aus der Komfortzone, etwas Neues anzufangen, ohne zu wissen, wie es ankommen wird. In diesem Schritt befinde ich mich jetzt gerade.

Aber noch mehr wird neu. Erst letzte Nacht hat eine enge Freundin spontan bei uns übernachtet, die in den letzten Wochen einen neuen Arbeitsplatz in einer ihr gänzlich fremden Stadt angenommen hat. Sie war bei ihrem neuen Job, und die große Fremde setzte ihr so sehr zu, dass sie einen Zufluchtsort brauchte. Zu sehen, wie (viele!) Freundinnen von mir in den letzten Wochen große und schwere Entscheidungen in Sachen Partnerschaft, Beruf und Wohnort treffen mussten und teilweise unter damit zusammenhängenden Veränderungsprozessen und auch Abschieden leiden, nimmt mein Herz ganz schön mit. Auf der anderen Seite sind da aber auch einige Freunde, die ganz frisch verlobt oder in Beziehungen sind und deren Freude ich mitfühlen darf. Zwischen all diesen Emotionen fühle ich mich manchmal ganz zerrissen und möchte einfach nur die bestmögliche Begleiterin und Stütze für alle meine Herzensmenschen sein.

 

 

 

1. Keramikbemalen mit Anna

In Koblenz haben in den letzten Wochen gleich zwei Keramikstudios eröffnet! Eines habe ich mit meiner Schwester im März besucht, und es war so schön, ein paar kreative Stunden dort zu verbringen.


2. Mein eigenes Schaufenster 

Eigentlich wäre mein Highlight hier das tolle Interview mit Kristian Thees gewesen, das ich für seinen Podcast „Talk mit Thees“ aufnehmen durfte. Die Ausstrahlung und das Feedback dazu haben mich unendlich glücklich gemacht – weil ich so sehr das Gefühl hatte, dass ich einfach ganz und gar ich sein durfte! 

Aber dann ist durch den Podcast noch was Unglaubliches für mich passiert: Kristian schickte mir im Nachgang dieses Bild. Der Thalia Baden-Baden hat mir ein Schaufenster gewidmet. Wow! Da habe ich mich kurz gefühlt wie ein waschechter Sebastian Fitzek … Mein eigenes Schaufenster, mitten in der Stadt. Mein Autorinnenherz war sooooo am Staunen!


3. Ein Album voll Erinnerung

Um Anna einen besonderen Abschied von den Poetry-Konzerten zu bereiten, hatte ich mich entschieden, ihr ein Album zu basteln. Und das mit eurer Hilfe: Ich gestaltete für jeden Konzertort eine Seite und bat euch, Briefe für Anna darüber zu schreiben, was ihre Musik und unser Programm euch bedeutet haben. Es war so eine schöne Erfahrung für mich, zu erleben, wie viele von euch wirklich zu Papier und Stift gegriffen haben und teilweise absolut herzergreifende Geschichten mit uns verbunden haben. Der Prozess, es zu basteln, hat mir viel Spaß gemacht und beim Verarbeiten geholfen.

Nach unserem letzten Konzert habe ich Anna das Album überreicht, und wir verbrachten den ganzen Abend und den nächsten Morgen damit, die Bilder anzuschauen und eure Briefe zu lesen. Es ist eine meiner Lieblingserinnerungen aus dem letzten Monat, denn es war so besonders, gemeinsam Revue passieren zu lassen und nochmal richtig Freundschaft feiern zu können.

 

4. Eine neubelebte Freundschaft

Ich habe eine enge Kindheitsfreundin, zu der ich den Kontakt 2025 viel zu sehr habe schleifen lassen. Ich war im letzten Jahr sehr mit mir und ein paar persönlichen Themen beschäftigt und tat mich schwer, meine Freundinnen in diese Emotionen mit hineinzunehmen – vor allem, weil ich Menschen schützen wollte.

Anfang des Jahres hat mir das richtig aufs Herz gedrückt, und immerzu dachte ich: Melde dich doch endlich bei ihr! – aber tat es dann nicht. Im Februar habe ich ihr endlich eine Memo geschickt, mich für meine Abwesenheit entschuldigt und gefragt, ob wir uns nicht mal wieder sehen wollen. Und vor knapp einer Woche hatten wir dann eine so schöne Wiedervereinigung! Ich lernte ihre neue Wohnung, ihre neue Partnerin und einfach ihr neues Leben im Arbeitsalltag kennen, und wir redeten über fünf Stunden über alles, was im letzten Jahr so passiert ist. Am Ende bin ich mit einem großen Lächeln auf den Lippen nach Hause gefahren, weil das so schön und wichtig für mich war.

Ich bin dankbar, dass Freundschaft auch solche Zeiten aushalten und Wiederherstellung erleben kann!

 

Ich habe diesen Monat ein waschechtes Wunder erlebt. Darüber habe ich euch hier ja schon erzählt – aber ich staune weiterhin so sehr über Gottes Treue im Kleinen! Auch wenn es mit dem Haus-Prozess momentan schwer ist, denke ich oft an diesen Moment und sehe ihn als Zeichen, dass Gott auch in dieser aktuellen Herausforderung mit uns ist und uns versorgen wird. 

Generell habe ich wirklich erleben dürfen, wie krass Gebet ist. Es ist unglaublich für mich, dass wir unsere kleinen Menschenstimmen an Gott richten dürfen und dass er uns dann wie auf seiner Handfläche an sein Ohr hebt, hört, versteht und daraufhin Umstände verändert. Neben meinem persönlichen Wunder haben wir auch viel für den neuen Job einer Freundin gebetet. Doch obwohl der Job perfekt für sie gewesen wäre, waren die Umstände in der Firma sehr kompliziert (wegen internen Umstellungen, pipapo), und es sah ganz so aus, als würde der Job anderweitig intern vergeben. Und wir beteten, aber waren auch alle schon so halb im Warum-nur-Modus angekommen … Bis sie ein plötzliches Gespräch mit ihrem Chef hatte, der ihr offenbarte, dass sie die Stelle nun doch haben könne! Danke Jesus!

Auch unsere Ski-Freizeit am Tauernhof war geistlich sehr wertvoll für mich. Zum ersten Mal seit langer Zeit hatte ich wieder das Gefühl, etwas Neues über die Bibel lernen zu dürfen. Auch dafür bin ich dankbar.

 

Im April habe ich mir einen großen Teil meiner Zeiträume geblockt, um am neuen Adventskalender für euch zu schreiben. Das Thema wird „heimkommen“ sein, und ganz bald darf ich Titel und Cover mit euch teilen. Wenn ihr Textwünsche oder Ideen zu dem Thema habt, reicht sie mir jederzeit gerne ein!

Neben dem Cover-Reveal steht auch das Bewerben der neuen Livekonzerte, der Song-Release eines gemeinsamen Songs mit Pascal Blenke (mein persönliches Lieblingslied aus unserer Feder) und das optische Reveal meines ersten Kartensets an. Es wird also ein Monat der „ersten Eindrücke“, und hoffentlich schenkt er euch und mir ganz viel Vorfreude auf Schönes!

Nebenbei bete und bange ich weiterhin ums Haus und hoffe ganz doll, dass alles gut geht und wir diesen oder nächsten Monat vielleicht echt zum Notar können. Das würde bedeuten, dass ab diesem Zeitpunkt auch große Renovierungsarbeiten und Umzugsstress beginnen. Da würde ich euch gerne per YouTube oder so mitnehmen … Aber das ist erst mal nur eine Idee, kein Versprechen :-)

 

Das war's mit meinem Rückblick! Hier am Ende will ich dir einfach noch ein paar Sachen mitgeben, die mich im März begeistert haben.

  • Co-Working in der Lieblingsbuchhandlung
    Ich habe es diesen Monat wieder für mich entdeckt, ab und zu bewusst einen Tapetenwechsel für meine Arbeit aufzusuchen. Gerade als (kreative) Selbstständige ist es so wichtig, mal was anderes zu sehen, als die eigenen vier Wände. Und sich so richtig mit Menschen zu umgeben!

  • Meine Magnolie! (No words needed!)

 

  • Auktionshäuser
    In Koblenz gibt es ein Auktionshaus voller Antiquitäten, in das ich immer schon mal reinschauen wollte, und diesen Monat habe ich mich mit einer Freundin endlich getraut! Es war so schön zu laufen, zu stöbern und sich inspirieren zu lassen. Wie hübsch diese Möbel einfach sind... Und vor allem die Kunst hat es mir angetan!

  • Kunst von Heinrich Hartung
    Durch das Auktionshaus und eine andere Galerie hier in Koblenz habe ich den Maler Heinrich Hartung kennengelernt (also, nicht ihn - aber seine Kunst) und mich in seinen Stil verliebt. Jedes Mal, wenn ich durch die Stadt gehe (bestimmt schon über zehn Mal), schaue ich ob mein Lieblingsbild von ihm noch in der Galerie zu haben ist... Und dann stehe ich und schaue und staune! Schade, dass Kunst soooo teuer ist. Aber ich kann es auch verstehen.



  • Operation Mercy
    Letzte Woche habe ich meine Stimme für Operation Mercy eingesetzt, die ganz wertvolle humanitäre Arbeit in Afghanistan leisten. Weil Afghanistan ein Land ist, das mir sehr unter die Haut geht, bin ich dankbar dort persönlich Menschen zu kennen, die vor Ort Hilfe und auch Bildung bieten. Mein Spendenaufruf ist weiterhin aktiv, und ihr könnte die Organisation von Herzen gerne über diesen Link unterstützen!

  • SOBIs neues Album

Wenn du so treu bist, dass du bis hierhin liest, dann verdienst du auch diese Info als kleinen Tipp auf meine kommenden Live-Konzerte: Ich durfte SOBIs neues Album schon vor dem offiziellen Release hören (warum auch immer??? 🤫) und liebe es sehr! Es hat mich schon auf vielen Autofahrten dieses Jahr begleitet!

P.s. In Kürze gehen die Infos für interessierte Veranstalter zu meinen neuen Konzertlesungen raus. Erst per Newsletter - wer uns von dort aus bucht kann sogar etwas sparen. Wenn das interessant für dich ist, kannst du den Newsletter hier abonnieren! 


 

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2 Kommentare

Danke für die Einblicke in dein Erleben! Ich finde es so schön, außerhalb von Instagram von dir und deinen Erlebnissen zu lesen. Ich mag deine Kategorien und finde mich in vielen deiner beschriebenen Emotionen wieder.
Ich freue mich schon auf die nächsten Monatsnotizen!

Julia

Ich freue mich immer, von euch zu hören 🤍 keine Sorge, die Mail Adresse bleibt beim Kommentieren verborgen!:)

Sarah Marie

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